TU München entwickelt Alternative zum Semesterticket

Seit Wochen stehen die Verhandlungen zwischen den Verkehrsbetrieben, dem Studentenwerk und den Studierendenvertretungen Münchens um die Fortführung und Verstetigung des überaus erfolgreichen Semestertickets vor dem Aus. Die Fronten sind verhärtet. Während die Studierenden Mindeststandards für ihre Mobilität fordern, wie sie in ganz Deutschland üblich sind und für eine der größten Universitätsstädte nur passend sein können, wünschen sich die Verkehrsbetriebe, dass die Studierenden den ÖPNV gar nicht nutzen, damit sie anderen Fahrgästen nicht die Plätze wegnehmen – bezahlen sollen sie natürlich trotzdem und zwar wesentlich mehr als in der aktuellen Pilotphase.

In dieser verfahrenen Situation unternimmt die TU München (TUM) allen voran ihr Präsident Wolfgang A. Herrmann jetzt einen Befreiungsschlag. Präsident Herrmann dazu: „Wenn die Verkehrsbetriebe es nicht schaffen unseren Studenten angemessene Mobilität zu fairen Preisen zu bieten, müssen wir das eben selber machen.“ Herrmann hat dazu das bereits existierende Konzept des TUM-Rapids einer modernen Überarbeitung unterzogen. Herausgekommen ist die TU-Bahn, ein Tunnel, der in der ersten Phase, die drei großen Standorte der TUM miteinander verbinden soll und im weiteren Verlauf jeden Studierenden der TUM direkt in seine Vorlesung bringen kann. „Dass die geplante Röhre sehr tief angesetzt werden muss, um an der wesentlich tiefer liegenden LMU vorbeizuführen, ist für uns kein Problem“, so der oberste Baubeauftragte für das Projekt und Hobbyfestwirt Lukas Baumgartner.

„Wenn sie in das Stammgelände einsteigen, sind sie in zehn Minuten am Garching Forschungszentrum und auch Weihenstephan rückt viel näher an München heran, weil das ja klar ist“, ergänzt Herrmann begeistert. Sogar eine spätere Erweiterung zum Flughafen München scheint möglich. Ein direkter Anschluss der TUM an die Metropolen dieser Welt, wird ihren exzellenten Status bei internationalen Studierenden weiter fördern.

Die Studentische Vertretung der TU München lobt die Pläne des Präsidenten einhellig. Florian Groß, Mobilitätsreferent im AStA der TU München erklärt hierzu: „Die TU-Bahn ist genau das was die TUM-Studierenden gebraucht haben. Als unternehmerische Universität wird die TUM damit langfristig den etablierten Verkehrsbetrieben den Rang ablaufen.“ Nora Pohle, studentische Vertreterin in Senat und Hochschulrat der TUM schließt sich an: “Damit sind sämtliche Mobilitätsprobleme im Großraum München auf Jahre hinweg mit einem Schlag gelöst. Wir können uns jetzt voll und ganz auf die anderen Münchner Probleme konzentrieren, wie den Wohnungsmangel für Studierende, die zunehmende Prüfungslast und die immer steigenden Bierpreise auf der Wies’n.“

Finanziert werden soll das ehrgeizige Projekt übrigens durch eine Umwidmung der geplanten Einnahmen durch das Semesterticket. Allen durch die ca. 40.000 Studierenden der TUM kommen jährlich über 16 Millionen Euro zusammen. Auch externe Sponsoren konnten bereits gewonnen werden. Der Justus genannte Student der Technologie- und Managementorientierten Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) an der TU München merkt hierzu an: „Mein Vater meinte zu mir, ich könne ja auch mal öffentliche Verkehrsmittel nutzen statt jeden Tag mit der Limo zur Uni zu fahren. Die TU-Bahn ist dafür genau richtig und die Verlängerung der Stammstrecke bis zu meinem Anwesen ist auch kein Problem.“

Baubeginn ist am 4. Mai unter einem riesigen Zelt am Stammgelände der TUM. Fertiggestellt wird die TU-Bahn auf jeden Fall vor dem Berliner Flughafen.

Bitte beachten!

April, April! Dieser Artikel ist mit Vorsicht zu genießen. Er kann Spuren von Übertreibung, Ironie oder Blödsinn enthalten. Was tatsächlich am 4. Mai passiert findet ihr unter maitum.de

Die tatsächlichen Verhandlungen zum Semesterticket sind sehr komplex und langwierig und haben leider keine so einfache und elegante Lösung, wie hier dargestellt. Dennoch dürft ihr auch an dieser Stelle in absehbarer Zeit Nachrichten erwarten, die dann kein Aprilscherz sind.

Das gesamte AStA-Team wünscht euch einen erfolgreichen Start ins Sommersemester und vergesst nicht euer neues Semesterticket zu kaufen.

Update

Die aktuelle Pressemitteilung des AK Mobilität der Münchner Hochschulen zur Fortsetzung des Probebetriebs im Wintersemester 2016/17 findet ihr hier.

Hierbei handelt es sich nicht um einen Aprilscherz.